Tagebuch


Das Maschinenhaus

(April - August 2007; zu 80% fertiggestellt)

Die Restaurierung des Hafenkrans begann mit dem Maschinenhaus. Zunächst wurde die marode Holzverkleidung komplett entfernt. Diese muss völlig neu angefertigt werden, da von den alten Teilen nichts wieder verwendet werden kann. Die Fensterrahmen wurden ausgebaut, um später aufbereitet zu werden. Ebenso wurde das Dach abgedeckt.

Der nächste Arbeitsschritt bestand darin, das Stahlgerüst komplett nach verrosteten Stellen abzusuchen. Danach wurde im Einzelfall entschieden, ob die betroffene Stelle lediglich entrostet und neu gestrichen wird, oder ob das Teilstück als ganzes ersetzt werden muss.

An etlichen Stellen war es mit Entrosten nicht getan. In dem Fall wurden die entsprechenden Stahlteile herausgeschnitten und neu angefertigte Teile eingeschweißt. Auch die am stärksten verrosteten Nieten wurden ausgebrannt und durch Passschrauben ersetzt. So arbeitete man sich Stück für Stück voran. Es wurde immer nur ein Teil zur Zeit herausgetrennt, um das Stahlgerüst des Maschinenhauses nicht völlig zerlegen zu müssen. Abschließend bekamen die Stahlteile einen neuen Anstrich im ursprünglich verwendeten Grau. Auch die Antriebsmaschinen wurden optisch restauriert und neu lackiert.

Diese Arbeiten waren bis zum 24. August 2007 abgeschlossen. Als nächstes müssen die Holzverkleidungen und das Dach neu angefertigt werden. Einzig die Tür zum Maschinenhaus wird restauriert. Anschließend werden die bereits aufgearbeiteten Fensterrahmen neu verglast und die Holzteile im originalen Grün gestrichen. Damit werden die Arbeiten am Maschinenhaus abgeschlossen sein.


Der Ausleger

(Beginn 27.08.2007)

Seit dem 27. August 2007 ist der Ausleger in Arbeit. Die Vorgehensweise ist identisch mit dem Maschinenhaus. Auch der Ausleger wird Stück für Stück untersucht, bei Bedarf werden schadhafte Teile durch neue ersetzt, alles entrostet und anschließend grau gestrichen.


Der 80. Geburtstag

(21.09.2007)

Am 21. September 2007 wurde am Stader Technikmuseum der 80. "Geburtstag" des historischen Hafenkrans gefeiert. Der Kran war im September 1927 aufgebaut worden. Zu der Jubiläumsfeier hatte die Stader Stiftung für Kultur und Geschichte - von Bürgern für Bürger eingeladen. Mitarbeiter von Stader Behörden und Ämtern, private Spendengeber und weitere Gäste waren der Einladung zahlreich gefolgt.
Der Kran war zur Feier des Tages mit den Flaggen von Berlin und Stade geschmückt. Die Berliner Flagge stand für den Fertigungsort des Krans, die Stader Flagge für seinen Arbeitsplatz. Nach einer Begrüßungsrede von dem Vorsitzenden der Stiftung, Herrn Kunze, wurde durch Herrn Bohlmann ein selbst gedrechselter Holzgriff für den Bedienhebel des Krans übergeben. Anschließend trug Herr Rancke von dem gleichnamigen Fahrzeugbaubetrieb in Stade ein Gedicht vor und überreichte spaßeshalber ein Glas "Denkmalschmiere".
Von den Mitarbeitern der Beschäftigungsfirma SBB war ein Gästebuch vorbereitet worden, in das sich alle Gäste eintragen sollten und wovon auch reichlich Gebrauch gemacht wurde. Für das leibliche Wohl war dank der Handwerker von SBB auch gesorgt, die reichlich Fleisch und Wurst auf den Grill legten. Als die Dämmerung hereinbrach, wurden das Zelt und der Kran durch bunte Lichterketten stimmungsvoll beleuchtet.
Wie Herr Kunze später berichtete, war das Fest bei den Gästen sehr gut angekommen und man war sich allgemein einig, einen angenehmen Nachmittag verlebt zu haben.


Das Portal

(Aufbocken am 04.10.2007)

Auch wenn der Ausleger nach wie vor in Arbeit ist, so wurde am 4. Oktober 2007 bereits die Arbeit am Portal vorbereitet. Das bis dahin auf ebenem Boden abgestellte Portal wurde angehoben, damit auch an der Unterseite die erforderlichen Restaurierungsarbeiten durchgeführt werden können. So sollen unter anderem wieder Schienenräder untergebaut werden, um den Zustand von 1927 möglichst genau zu rekonstruieren.
Da am 4. Oktober ohnehin ein Autokran am Museum tätig war, nutzte man die Gelegenheit. Das ca. vier Tonnen schwere Portal wurde mit dem Autokran um etwa einen Meter angehoben. Dann wurden bereits vorbereitete Holzbohlen in mehreren Lagen an allen vier Ecken untergelegt, so dass das Portal in einer Höhe von ca. 50 Zentimetern ruht. Für die erforderlichen Arbeiten an der Unterseite ist diese Höhe ausreichend. So ist alles vorbereitet, wenn die Arbeiten am Ausleger abgeschlossen sind und man sich dem Portal zuwendet.
Wo man den Kran einmal an Ort und Stelle hatte, wurden auch gleich die Reste des alten Gegengewichts aus dem Weg geräumt und an den Rand der Arbeitsfläche versetzt.


Ausleger

(kurz vor der Fertigstellung 26.10.2007)

Die letzten Roststellen müssen noch ausgebessert werden, ebenso muss die Lackierung noch vervollständigt werden. Zum 31.10.2007 wurde die elektrische Installation abgeschlossen, damit an der Auslegerspitze eine Lampe und zur Adventszeit ein Weihnachtsbaum betrieben werden kann.


Portal

(Vorbereitung für den Winter 26.10.2007)

Das Portal ist zum 26.10.2007 eingerüstet worden. Zum 30.10.2007 wurde dann das Gerüst eingeplant. Wenn dann noch das entsprechende Dach aufgebaut ist und unten eine Heizung eingestellt wurde, kann die Restaurierung des Portals auch in der kalten Jahreszeit fortgeführt werden.